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Eishockeygrundwissen
Team
Ein Team bei den Männern besteht aus 22 Spielern (inkl. drei Torhüter), bei den Frauen gehören 20 Spielerinnen
(zwei Torhüterinnen) zum Kader. Pro Mannschaft dürfen 6 Spieler/innen auf dem Eis sein (ein Torhüter, zwei Verteidiger und drei Stürmer). Jeder Spieler/in ist mit einer speziell gepolsterten
Ausrüstung versehen, die die Verletzungsgefahr vermindern soll. Außerdem besteht Helmpflicht für alle Spieler/innen. Der Torwart trägt zusätzlich eine Gesichtsmaske. Für einen geregelten
Spielablauf sorgen in der 1. und 2. Bundesliag drei Schiedsrichter sowie zwei Torrichter und in den anderen Ligen zwei Schiedsrichter.
Spielfeld
Der Rink hat eine Länge von 60 bis 61 m und eine Breite von 29 bis 30 m. Die Fläche ist in drei Zonen
aufgeteilt: Die Verteidigungs-/Angriffszonen A und B (18 m lang) sowie eine neutrale Zone in der Mitte, die durch eine rote Linie halbiert ist. Um die Eisfläche ist eine Bande (Höhe von 1,20 bis
1,22 m) angebracht. Das Schutzglas um die Bande soll 1,60 bis 2,00 m hoch sein. Die Tore müssen 1,83 m breit und 1,22 m hoch sein.
Spielzeit
Dreimal 20 Minuten mit jeweils zwei Pausen von 20 min. zur Eiserneuerung. Die Zeit wird automatisch bei
jeder Spielunterbrechung angehalten.
Material
Der Puck, eine Hartgummischeibe, wiegt 156 bis 170 Gramm und weist eine Dicke von 2,54 cm bei einem
Durchmesser von 7,62 cm auf. Ein Puck kann Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreichen. Die Eishockeyschläger (1,52 m lang) müssen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium hergestellt sein. Der Schaft
muß mindestens 32 cm lang sein.
Strafen
Die Mindeststrafe beträgt zwei Minuten. Schlimmere Vergehen werden mit einer Fünf-Minuten-Strafe geahndet.
Die Disziplinarstrafe bedeutet eine 10minütige Bankstrafe. Bei Regelwidrigkeiten, die einen Spielausschluß nach sich ziehen, kann der ausgeschlossene Spieler nach 5 min. wieder ersetzt werden.
Fällt während einer Zeitstrafe ein Tor gegen die in Unterzahl spielende Mannschaft, so kann der ausgeschlossene Spieler sofort wieder aufs Eis.
Penalty
Bei Penalty muß ein Feldspieler allein gegen den gegnerischen Torwart antreten.
Eishockeybegriffe
All-Star-Team:
Fiktiver Block mit einem Torhüter, zwei Verteidigern und drei Stürmern, der von Experten zum Ende
eines Turniers oder einer Saison gewählt wird.
Angezeigte Strafe:
Der Schiedsrichter signalisiert, dass er ein Foul bemerkt hat, das Spiel aber so lange noch
weiterlaufen lässt, wie die Mannschaft des gefoulten Akteurs in Scheibenbesitz bleibt. Sie kann risikolos den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzen, da bei gegnerischem
Puckgewinn die Partie sofort unterbrochen und die fällige Strafe ausgesprochen wird. Aus dieser Situation der angezeigten Strafe kann sogar ein Tor entstehen, wodurch die anschliessende Strafzeit
jedoch hinfällig würde.
Assist:
Vorlage zu einem Tor, der Schiedsrichter kann zwei Assists pro Tor anerkennen.
Assistent:
Spieler, der eine Vorlage gibt.
Blueliner:
Fachbegriff für Verteidiger, daher stammend, da die blaue Linie (blue line) bei Angriffen Standort des Abwehrspielers ist.
Bodycheck:
Fairer Körperangriff vor allem mit Hüfte und Schulter - aber ohne Einsatz des Schlägers.
Break:
Schneller Gegenstoss, Konter.
Bully:
Puckeinwurf nach Tor und Spielunterbrechung an dafür vorgesehenen, durch Markierung gekennzeichneten Stellen.
Butterfly:
Technik des Torwarts bei flachen, seitlich kommenden Schüssen. Hinabgehen auf die Knie, Spreizen der Unterschenkel.
Center:
Mittelstürmer einer Sturmreihe.
Coaching:
Einwirken des Trainers während eines Spiels auf seine Mannschaft.
Draft:
Talentziehung in der National Hockey League (NHL).
Eigentor:
Etwas, das es im Eishockey offiziell nicht gibt. Das Tor wird immer demjenigen Spieler der angreifenden Mannschaft zugerechnet, der die Scheibe zuletzt berührt hat.
Empty-Net-Goal:
Torschuss ins leere Netz - wenn etwa in der Schlussphase der Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers herausgenommen wurde.
Forechecking:
Stören des Gegners in seinem Abwehrdrittel, Versuch des Scheibenrückgewinns in der
Angriffszone.
lcing:
Unerlaubter Weitschuss aus der eigenen Hälfte - erlaubt jedoch bei Unterzahl der angreifenden Mannschaft.
IIHF:
Abkürzung für International Ice Hockey Federation; Weltverband.
Linesman:
Linienrichter. Plural: Linesmen.
NHL:
Abkürzung für National Hockey League; nordamerikanische Profiliga, gebildet aus Vereinen Kanadas und der USA.
Penalty:
Strafschuss, bei dem der Spieler allein auf den gegnerischen Torhüter zufährt.
Play-off:
Aus Nordamerika übernommenes Spielsystem. Ausscheidungsserie über mindestens drei Spiele (Best of three), an deren Ende die siegreiche Mannschaft eine Runde weiterkommt. Gebräuchlich sind Serien
Best of five oder seven, also über fünf oder sieben Partien, wobei nach der notwendigen Anzahl von Siegen überflüssig gewordene Begegnungen im allgemeinen nicht mehr ausgetragen werden. Für Auf-
und Abstiegsrunden im Ligeneishockey sowie den K. o.-Modus bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen wird der Begriff Play-off falsch verwendet. Bei kompletten Runden hat jeder Teilnehmer
die gleiche Anzahl an Spielen, keiner scheidet frühzeitig aus, bei Weltmeisterschaften etwa entscheidet nach einer Vorrunde nicht eine Serie, sondern lediglich ein einziges Spiel über das
Weiterkommen.
Powerplay:
Angriffsspiel in Überzahl - oder bei dem optischen Anschein, dass Überlegenheit durch Überzahl zustande käme.
Scout:
Talentspäher, zumeist für Klubs aus der NHL im Einsatz.
Shorthander:
Tor, das von der in Unterzahl befindlichen Mannschaft erzielt wird.
Skorer:
Sammelbegriff für Spieler, der ein Tor schiesst oder die Vorlage dazu gibt.
Skorerpunkt:
Tor oder Assist. In der aus Kanada übernommenen Skorerwertung werden Tor und Vorlage gleich bewertet.
Slide:
Seitlicher Gleitsturz des Torhüters zur Puckabwehr.
Stanley-Cup:
Trophäe, um die die besten sechzehn Klubs der NHL im Play-off-Verfahren spielen.
Stay-at-home-defenceman:
Bezeichnung für einen defensiv orientierten Verteidiger, der "zu Hause" bleibt. Gegenteil des Offensivverteidigers, der im Angriff seine Position auch mal aufgibt und durch einen zurückgehenden
Stürmer ersetzt werden muss.
Sudden Death:
Plötzlicher Tod, Entscheidung durch das erste Tor in der Verlängerung.
Sudden Victory:
Plötzlicher Sieg. Wie Sudden Death - nur aus Sicht des Siegers.
Tip-in:
Zielgerichtetes Abfälschen eines Schusses vor dem Tor.